Bayer-Chef hofft auf mehr Verständnis für Biotechnologie

Leverkusen (dts Nachrichtenagentur) – Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender des Pharma-Konzerns Bayer, würdigt die Leistung der deutschen Unternehmen Biontech und Curevac im Kampf um einen Covid-19-Impfstoff und hofft auch deshalb auf mehr Akzeptanz für Biotechnologie: "Die Leistungen der Forscher sind nicht hoch genug einzuschätzen, und wohl selten hat buchstäblich die gesamte Welt so gebannt auf die Ergebnisse von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geschaut und gebaut", schreibt der DAX-CEO in einem Gastbeitrag über Curevac-Investor Dietmar Hopp und die Biontech-Investoren Andreas und Thomas Strüngmann im "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Das Engagement der Investoren sei "ein Glücksfall für die Branche – und wie wir heute wissen: weit darüber hinaus", schreibt Baumann. "Vermutlich werden wir gerade Zeitzeugen eines dieser Durchbruch-Momente, bei dem die Wissenschaft die Tür zu einer neuen Welt aufstößt."

Dabei gehe es um mehr als Covid-19. Denn beide Impfstoffe, von Biontech wie von Curevac, funktionieren nach dem neuartigen Wirkprinzip der Boten-RNA. "Die Impfstoffe gegen das Coronavirus beweisen zum ersten Mal, dass diese Technologie funktioniert. Sie könnte künftig gegen viele Krankheiten eingesetzt werden", schreibt der Bayer-CEO, etwa bei Krebstherapien. Bislang mangele es oft am Verständnis für Biotechnologie und einem "konsistenten politischen Rahmen", um Innovationen zu fördern. "Meine Hoffnung ist, dass der Erfolg von Biontech und Curevac, zu dem 2020 auch staatliche Förderung beigetragen hat, unser Bewusstsein in Deutschland und Europa verändert."

Foto: Bayer, über dts Nachrichtenagentur

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