13 Schulen von neuerlichem Ausbruch in Göttingen betroffen

Im Zentrum eines Corona-Ausbruchs steht eine Shisha-Bar in Göttingen. Unklar ist, was genau dort passiert, doch nach Angaben einer Sprecherin steht bislang fest, dass die Bar offen hatte, obwohl dies wegen der Corona-Auflagen nicht erlaubt war.

Nun sind mehrere Menschen, die dort zu Besuch waren, an Covid-19 erkrankt. Offen ist, ob sie dort, wie in Shisha-Bars üblich, gemeinsam aus einer Wasserpfeife rauchten. Die Stadtsprecherin Cordula Dankert sagte: „Die Bar wurde geschlossen, nun wird ein Bußgeldverfahren geprüft“. Insgesamt sind mittlerweile 68 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, einer ist schwer erkrankt.

Aus diesem Umstand ergeben sich nun für mehrere hundert Schüler weitreichende Folgen. 57 Kinder und Jugendliche befinden sich unter den Kontaktpersonen ersten Grades, so das in 13 Schulen nun die Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden müssen.

So ist nun das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem Schulgelände und in den Gebäuden verpflichtend. Ausgenommen davon sind Klassenräume. Die Schulen würden zudem stärker auf Krankheitszeichen achten. Eine Quarantäneverfügung erhalten alle Mitschüler und Lehrkräfte ersten Grades, wenn ein Mitschüler positiv auf Corona getestet wird.

Nicht alle wollen sich testen lassen

Derzeit bemühen sich die Behörden, alle Personen, die mit den Erkrankten Kontakt hatten, ausfindig zu machen. 310 Menschen sind bislang identifiziert, darunter auch Dutzende Kinder und Jugendliche. Alle unterliegen nun strengen Quarantäneauflagen. Dankert sagte: „Sie dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen, auch nicht zum Einkaufen“.

Viele Infizierte leben in einem Hochhauskomplex, dem Iduna-Zentrum in der Nähe des Schützenplatzes. „Wir wissen von 60 Kontaktpersonen, die im Iduna-Zentrum leben“, sagte die Leiterin des Göttinger Krisenstabs, Petra Broistedt. In dem Haus leben derzeit rund 700 Menschen, doch eine Gesamtquarantäne, wie vor einigen Wochen in Nordrhein-Westfalen wäre nach Angaben von Broistedt jedoch unangemessen.

Ein Großteil der anderen Betroffenen sollen sich außerhalb der illegal eröffneten Shisha-Bar bei anderen Betroffenen oder bei großen privaten Familienfeiern angesteckt haben. Familienverbände mit überregionalem Bezug aus Niedersachsen und NRW hätten sich offensichtlich ohne Einhaltung des Distanzgebots am vergangenen Wochenende getroffen. Die ersten Infektionen sind dann am Dienstag festgestellt worden.

Nun müssen sich alle Kontaktpersonen testen lassen, was einige Menschen trotz mündlicher Aufforderung durch das Gesundheitsamt bislang nicht taten. Eine schriftliche Einladung folgt nun und wird bei Nichterscheinen möglicherweise mit einem Bußgeld geahndet.

Doch welche Konsequenzen ergeben sich nun aus dem Fall? Zunächst will die Stadt alle Testergebnisse abwarten und dann weiter entscheiden. „Es kommt darauf an, wie die Tests verlaufen. Wir nehmen die Situation sehr ernst, aber alle weiteren Maßnahmen hängen davon ab, wie die Testergebnisse aussehen“, so die Stadtsprecherin Dankert.

Trotz der neuen Corona-Fälle rückt die Landesregierung von Niedersachsen nicht von ihrem Lockerungskurs ab. 131 Menschen seien am Pfingstwochenende getestet worden, teilte die Stadt mit. Die stellvertretende Regierungssprecherin Kathrin Riggert sagte: „Das Geschehen ändert an unserem Stufenplan im Moment nichts“.

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2 Kommentare

  1. In Ihrem Artikel wurde „vergessen“ zu erwähnen, dass in dem Hochhauskomplex überwiegend Migranten aus dem islamischen Raum wohnen.
    Diese Information ist wichtig, damit sich der Leser ein genaueres Bild von den Zuständen vor Ort machen kann.

  2. Wie bloed sind denn die deutschen Ministerpräsidenten außer Herrn Söder .Was muss den noch alles passieren um einzusehen das die Lockerungen nicht richtig waren.Dummköpfe hoch zehn.

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