

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat das Freihandelsabkommen zwischen den Mercosur-Staaten und der Europäischen Union, das am Samstag unterzeichnet werden soll, als eines der umfassendsten Abkommen des 21. Jahrhunderts bezeichnet.
Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen entstehe damit die größte Freihandelszone der Welt, schreibt Lula in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Samstagsausgabe). Er hob nicht nur die wirtschaftliche Dimension, sondern auch die weltpolitische hervor.
“Beide Blöcke haben trotz unterschiedlicher Sichtweisen Gemeinsamkeiten gefunden und damit gezeigt, dass Zusammenarbeit wesentlich vorteilhafter und effektiver ist als Einschüchterung und Konflikt”, heißt es in der FAZ. Nur durch die Zusammenarbeit zwischen Staaten und Blöcken könne “Frieden gefördert, Gräueltaten verhindert und den schwerwiegendsten Auswirkungen des Klimawandels entgegengewirkt werden”.
Vor dem Hintergrund zunehmenden Protektionismus und Unilateralismus belege das Abkommen, “dass eine andere, aktivere, repräsentativere, inklusivere und gerechtere Weltordnung möglich ist”, schreibt Lula. Angesichts des Erstarkens des politischen Extremismus würden der Mercosur und die Europäische Union beweisen, “dass der Multilateralismus, der der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Vorteile gebracht hat, nach wie vor von großer Bedeutung und unverzichtbar ist”.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Luiz Inácio Lula da Silva (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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