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Engpässe ab dem 5. Dezember: Was auf Deutschland zukommt

Ab dem 5. Dezember ist in Deutschland mit Engpässen und höheren Preisen zu rechnen. Diese Warnung hat die deutsche Regierung vor wenigen Tagen ausgesprochen. Die Begründung: Es treten weitere Sanktionen der EU gegen Russland in Kraft. Davon wird auch Deutschland betroffen sein.

Die Länder hatten mehrere Monate Zeit, sich vorzubereiten, aber der Schlag wird hart sein: Ab dem 5. Dezember tritt ein totales Embargo für Rohölimporte aus Russland in Kraft. Die Bundesregierung warnt, dass es zumindest vorübergehend zu gravierenden Auswirkungen kommen könnte.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums könnte es zu einer Situation kommen, die mit den Engpässen im Juli und August dieses Jahres vergleichbar ist, als die niedrigen Wasserstände des Rheins den Transport von Rohstoffen stark behinderten.

Zwei der größten deutschen Raffinerien, PCK Schwedt und TRM Leuna, sind stark auf russisches Öl angewiesen. Beide werden über die Druschba-Pipeline, eine der längsten Ölpipelines der Welt, versorgt. Diese versorgt auch Raffinerien in europäischen Binnenländern wie Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik.

Nach Angaben eines Sprechers des Wirtschaftsministeriums ist es für PCK Schwedt und TRM Leuna möglich, Öl aus anderen Quellen zu verwenden, aber die Umstellung wird eine Herausforderung sein. Die PCK-Raffinerie in Schwedt, die einen Großteil des östlichen Teils des Landes, einschließlich Berlin, versorgt, ist bereits seit einigen Monaten in hohem Maße auf staatliche Unterstützung angewiesen. Beide Raffinerien haben sich bemüht, ihre Vorräte im Vorfeld des bevorstehenden Embargos zu maximieren.

Auch anderswo in Europa sind Probleme absehbar. Italiens größte Ölraffinerie, die Lukoil ISAB-Raffinerie in Sizilien, ist ebenfalls stark von russischem Öl abhängig. Auf ISAB entfällt mehr als ein Fünftel der italienischen Raffineriekapazität. Hier erweist sich eine Umstellung auf andere Quellen aufgrund fehlender Finanzmittel als schwierig. Italien versucht derzeit, die notwendigen Mittel über die Banken zu beschaffen. Sollte dies jedoch nicht gelingen, könnte Italien einen Antrag auf eine Ausnahme vom russischen Ölembargo stellen.

Foto: Raffinerie PCK in Schwedt, über dts Nachrichtenagentur

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veröffentlicht von
Antje Papenstein

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