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Gerichtsurteil: Ungeimpfte Bürger müssen Strafe zahlen

In Deutschland gibt es noch immer Millionen Menschen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Schon bald könnte das zum Problem werden. So, wie im nicht allzu weit entfernten Italien. Die dort noch 1,9 Millionen Ungeimpften müssen seit dem vergangenen Donnerstag Strafe zahlen.

Zuvor hatte Italien der ungeimpften Bevölkerung eine 6-monatige-Frist eingeräumt, sich doch noch mit einem der verfügbaren Vakzine immunisieren zu lassen. Alternativ konnte man auch versuchen einen triftigen Grund zu nennen, warum eine Impfung nicht möglich sei. Beispielsweise, das man unter 50 Jahre alt ist. Denn nur die Menschen über 50 sind von der Impfpflicht betroffen. Möglich wäre auch eine Coronainfektion, die eine Impfung unnötig macht. Hierzu musste man dann aber natürlich entsprechende Nachweise vorlegen.

Doch wer sich nicht hat impfen lassen und auch gleichzeitig nicht erklären konnte wieso er das nicht getan hat, der muss nun eine einmalige Strafe von 100 Euro bezahlen. Die Regionen mit den meisten Nicht-Geimpften im Vergleich zur gesamten Bevölkerungszahl sind in Italien übrigens Friaul-Julisch Venetien, die Abruzzen, sowie Kalabrien.

Die neue italienische Regierung um Giorgia Meloni hatte bereits vor einiger Zeit im Umgang mit der Corona-Pandemie neue Akzente gegenüber der deutlich strengeren Vorgängerregierung gesetzt. Außerdem hatte man versprochen, dass es zu keinen Restriktionen kommen wird – und das, obwohl die Zahl der Infektionen seit einigen Wochen wieder enorm steigt.

Die Versprechen konnten, wie man jetzt klar machte, leider nicht gehalten werden. Darüber entschied das Verfassungsgericht in Rom. Die Rechtmäßigkeit der von der Vorgängerregierung eingeführten Impfpflicht und die Suspendierung von Arbeit und Gehalt für diejenigen, die sich nicht daran gehalten haben, ist gegeben.

Die 1,9 Millionen ungeimpften Italiener dürften sich angesichts dieser neuen Entwicklungen wohl alles andere als freuen.