

Die Grünen-Politikerin Sara Nanni hat sich für Sanktionen auf US-Flüssiggasimporte ausgesprochen, um den politischen Druck auf Washington zu erhöhen. “Ein Punkt, den wir schon angesetzt haben als Grüne, ist mal über Energieimporte zu reden”, sagte Nanni dem Podcast “Berlin Playbook” (Mittwoch) des “Politico”.
Europa habe nach dem russischen Angriff auf die Ukraine große Mengen LNG aus den Vereinigten Staaten importiert. “Da sollte man rangehen. Dann trifft man Trump genau dort, wo es weh tut”, so Nanni.
Zugleich räumte sie ein, dass solche Schritte auch wirtschaftliche Risiken bergen. “Was definitiv auch nicht gut ist für die deutsche Wirtschaft, ist, wenn Deutschland sich rumschubsen lässt von diesem Bully Amerika”, sagte sie.
Ein Nachgeben gegenüber der US-Politik schade ihrer Ansicht nach dem Standort langfristig stärker. “Am Ende wird ein Gewährenlassen von dieser Art von Politik auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland massiv schaden”, sagte Nanni. Sie forderte eine deutlich härtere Linie gegenüber Washington. Die Zeit der “Win-Win-Logik” sei vorbei; Kooperation sei “zwar immer besser”, reiche derzeit aber nicht aus. Deutschland müsse nun “klare Kante zeigen” und den politischen Druck erhöhen.
dts Nachrichtenagentur
Foto: Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
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