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Lauterbach kürzt Pflegebedürftigen ihr Geld

Seit 2017 ist das Pflegegeld für pflegebedürftige Menschen in Deutschland nicht mehr erhöht worden. Ein Unding, denn die Inflation trifft auch die Ältesten unter uns. Im vergangenen Jahr 2022 versprach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits, dass man die Pflegegelder in jedem Falle zeitnah anpassen würde. Bislang ist das aber noch nicht passiert. Ob es in diesem Jahr dazu kommen wird ist zudem fraglich.

Dabei sind nicht nur die Pflegebedürftigen selbst, sondern auch die Menschen, die sich um sie kümmern, auf das zusätzliche Geld angewiesen. In Deutschland beispielsweise werden viele alte Menschen in Heimen betreut – eine Vielzahl lebt aber auch zuhause und wird dort von Pflegediensten oder auch von Angehörigen versorgt. Sogar die Hälfte aller Pflegebedürftigen mit Pflegestufe 5 ( das ist die höchste Stufe) lebten noch ganz oder wenigstens teilweise in häuslicher Umgebung.

So eine Betreuung braucht Geld. Geld, dass Deutschland hat, aber lieber anderweitig ausgibt, wenn man sich wieder einmal die Summen an Waffen anschaut, die wir ins Ausland liefern.

Die Deutschen sind müde und wütend zugleich, denn immer mehr wird allen bewusst, dass man an den schwachen und kranken Deutschen spart, statt diese angemessen zu unterstützen. Viele von ihnen haben ihr Leben lang rechtsschaffend gearbeitet und in die öffentlichen Kassen einbezahlt. Und wofür? Doch bitte nicht mit der Konsequenz, dass sie jetzt im Alter, wo sie nicht mehr so können wie sie wollen, im Stich gelassen werden.

Es ist ein nicht enden wollendes Thema, dessen sich Karl Lauterbach und alle deutschen Politiker dringend annehmen müssen. Zumindest dann, wenn es auch weiterhin heißen soll, dass man in Deutschland in Würde altern kann. Bals ist das unter den gegebenen Umständen nämlich sicher nicht mehr der Fall. Und das wäre wirklich traurig und bedauernswert für alle, denen es irgendwann auch einmal so gehen wird.

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veröffentlicht von
Antje Papenstein