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Neue Sondermutation der Omikron-Variante BA.2.75.2: Das kommt diesen Winter auf uns zu

Weltweit beobachten Wissenschaftler das Auftauchen neuer Varianten von Covid-19 genau. Das Virus mutiert weiterhin ständig und findet Lücken in der Immunität der Menschen. Und gerade jetzt, wo sich viele Menschen auf das Ende der Pandemie freuen, gibt es eine schlechte Nachricht: Die neue Omikron-Variante BA.2.75.2 hat alle Voraussetzungen für eine Worst-Case-Welle. Das kommt diesen Winter auf uns zu.

Den ganzen Sommer über waren die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 in Europa vorherrschend. Bei den meisten Menschen verursachten sie kaum mehr als eine schwere Erkältung. In Verbindung mit den hohen Impfraten in ganz Deutschland gab es nur sehr wenige schwere Verläufe von Covid-19. Das Leben hat sich fast wieder normalisiert.

In vielen Ländern sind die Menschen erleichtert, dass sie wieder das Leben genießen können, wie es vor der Pandemie war. Nun aber befürchten Forscher, dass BA.2.75.2 all dies ändern könnte. Denn Omikron BA.2.75.2 weist an entscheidenden Stellen eine Reihe von Mutationen auf, die es deutlich von seinen Vorgängern unterscheiden.

Diese Mutationen ermöglichen es dem Virus auch, dem menschlichen Immunsystem zu entgehen, selbst wenn es durch eine frühere Infektion oder eine Impfung geschützt ist. Es wird befürchtet, dass auch die neuen, an Omikron angepassten Impfstoffe kaum mehr tun können, als einen schweren Krankheitsverlauf zu verhindern.

Omikron BA.2.75.2 wurde erstmals in diesem Sommer in Indien entdeckt. Dort verdrängte es nach Angaben lokaler Forscher schnell BA.4 und BA.5 und löste eine Welle von Infektionen aus. Darüber hinaus wurden auch andere nahe Verwandte von Omikron BA.2.75.2 unter der steigenden Zahl von Infektionen entdeckt.

Laut Tom Wenseleers, Evolutionsbiologe an der Katholischen Universität Leuven in Belgien, schafft eine Kombination aus abnehmender Immunität der Menschen und zunehmender Durchmischung der Bevölkerung ideale Bedingungen für die Verbreitung dieser neuen Varianten. Auch die kühleren Temperaturen, die dazu führen, dass die Menschen mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, könnten dazu beitragen.

“Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass mindestens eine dieser Varianten oder eine Kombination von ihnen zu einer neuen Infektionswelle führen wird”, sagt Wenseleers. Alle Varianten scheinen sich sehr ähnlich zu sein: Unabhängig davon, welche Variante sich durchsetzt, wird sie das Potenzial haben, in diesem Winter neue Infektionswellen auszulösen, die wahrscheinlich ein ähnliches Ausmaß wie die BA.5-Wellen haben werden.

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Oskar Herbert

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