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Zunahme von Herzschäden durch Corona-Impfung – das sagen die Experten

Die Nebenwirkungen von Corona-Impfungen sind in letzter Zeit immer mehr in die Schlagzeilen geraten. Allein in Deutschland geben Tausende an, nach der Impfung lebensbeeinträchtigende Schäden erlitten zu haben. Nun gibt es auch neue Erkenntnisse zu einer der frühesten erkannten schweren Nebenwirkungen: Herzschäden nach der Corona-Impfung.

Bereits vor über einem Jahr wies eine Studie aus Israel auf ein erhöhtes Risiko für junge Männer hin, nach der Impfung mit dem Moderna mRNA-Impfstoff einen Herzmuskelschaden zu erleiden. Damals wurde das Risiko jedoch als sehr gering eingeschätzt.

Eine neuere Studie hat nun ein Team von Wissenschaftlern der Universität Basel zu dem Schluss gebracht, dass Herzmuskelschäden nach einer Impfung viel häufiger vorkommen als angenommen. Das Team unter der Leitung von Professor Christian Müller fand heraus, dass fast drei von 100 Teilnehmern nach einer Impfung Anzeichen für eine Herzmuskelschädigung aufwiesen.

Wie wurde dies festgestellt? In der Studie wurden die Troponinwerte von 777 Teilnehmern drei Tage nach der Auffrischungsimpfung untersucht. Troponin ist ein Protein, das ausschließlich im Herzmuskel vorkommt. Ein Anstieg dieses Proteins im Blut bedeutet daher, dass der Herzmuskel geschädigt worden ist. In der Studie wurden bei 20 der Teilnehmer erhöhte Troponinwerte festgestellt.

Bernhard Metzler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kardiologie, hat jedoch Zweifel an der Aussagekraft der Studienergebnisse. Er weist auf Folgendes hin: Die festgestellten Troponinwerte waren im Allgemeinen niedrig, was eher auf eine “Herzbeteiligung” als auf eine eindeutige Schädigung hinweist. Als am 4. Tag ein zweiter Test durchgeführt wurde, lagen die Troponinwerte bei den meisten Teilnehmern bereits wieder im Normalbereich.

Die Troponinwerte allein sind also kein eindeutiger Hinweis auf eine signifikante Schädigung, so Metzler. Auch gibt es kaum Vergleichsdaten aus Studien zu anderen Impfstoffen. Professor Müller stimmt dem zu, meint aber, dass die Ergebnisse der Basler Studie nicht ignoriert werden sollten. Er hofft, dass die Impfstoffhersteller bei der Prüfung von Impfstoffen künftig verstärkt auf mögliche Herzmuskelschäden achten werden.

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Antje Papenstein

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