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Alibaba-Gründer Jack Ma: Blockchain ist keine Blase, aber Bitcoin

Jack Ma ist der Gründer des Online-Handelsgiganten Alibaba und gehört zu den erfolgreichsten Ecommerce-Gründern aller Zeiten. Auf der World Intelligence Conference in Tianjin sagt er kürzlich: Die Blockchain-Technologie ist keine Blase, aber der Bitcoin ist eine.

Ma sage auch, dass er sich schon lange mit der Blockchain-Technologie beschäftigt und von ihrem Potenzial in den Bereichen Privacy und Sicherheit höchst überzeugt ist. Blockchain-Anwendungen in Unternehmen und Administrationen werden ein “Big Data Zeitalter” einleiten. Gerade für einen Giganten wie Alibaba spielt Datensicherheit eine enorme Rolle: Das Unternehmen hatte allein im letzten Quartal einen Umsatz von rund 9 Milliarden US-Dollar und wickelte buchstäblich bereits Billionen von Transaktionen ab.

Im gleichen Maße wie Ma von Blockchain-Anwendungen schwärmt, so ist er skeptisch in Bezug auf den Bitcoin. Selbst im vergangenen Dezember, als Bitcoin bei knapp 20.000 Dollar notierte, äußerte er sich misstrauisch und stellte den Siegeszug der Kryptowährung in Frage. Sein Fokus sind immer noch der US-Dollar und der Euro. Auch gefällt Ma nicht, dass der Großteil der Aufmerksamkeit für Bitcoin aus der “Spekulantenecke” kommt und weniger aus dem technischen Bereich.

Interessant ist auch, dass mit Ma ausgerechnet ein Asiate sich so skeptisch äußert, denn Kryptowährungen haben vor allem in asiatischen Ländern, allen Voran, Südkorea, Japan und China, eine hohe Popularität erreicht, die nicht mit den westlichen Ländern vergleichbar ist.

Und in Asien hat Ma’s Wort Gewicht: 2017 wurde er reichster Mann Asiens mit einem Vermögen von rund 42 Milliarden US-Dollar. Zudem gehört zu seinem Imperium auch die extrem populäre Payment-App “Alipay” mit gigantischen 450 Millionen Nutzern – Apples “Apple Pay” verzeichnete letztes Jahr im Vergleich dazu bescheidene 87 Millionen Nutzer. Auch setzte Ali Pay bereits 2016 die Blockchain-Technologie ein, um die Transparenz in der Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsorganisationen in China zu verbessern und heuerte in 2017 massiv Blockchain-Experten an.

Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht überraschend, dass Alibaba bisher keine Schritte unternommen hat, um Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren oder Mining-Services bereitzustellen. Im Gegenteil, im April verbot Taobao sämtliche ICO-Werbung auf seiner Plattform. Taobao ist eine Ecommerce-Webseite der Alibaba-Gruppe und gehört zu den 10 populärsten Webseiten weltweit.

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Antje Papenstein

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