Nur noch 4 Millionen Bitcoin können geschürft werden

Egal ob man es mit den Geldmengen von Fiat-Währungen oder mit den Tokenzahlen aus ICOs vergleicht: Die Anzahl der möglichen Bitcoins ist extrem limitiert und mit 21 Millionen sehr, sehr klein. Von diesen 21 Millionen Bitcoins sind inzwischen über 17 Millionen bereits generiert worden – nur noch 4 Millionen sind übrig. Diese künstliche Verknappung ist ein wesentlicher Preistreiber der Kryptowährung:

Die Bitcoinminer, die in ihren Computerknoten die Bitcoin-Transaktionen verarbeiten, erstellen alle 10 Minuten einen neuen Block in der Bitcoin-Blockchain, die dann auf allen Knotenpunkten, die die ganze Blockchain abbilden (aktuell rund 160 GB), veröffentlicht wird. Die wichtigste Funktion der Miner ist das verifizieren der Transaktionen – wofür die Miner auch mit Bitcoins entgolten werden. Für einen neuen Block erhält der Miner derzeit 12,5 Bitcoins, was bedeutet, dass derzeit rund 1800 Bitcoins pro Tag erzeugt werden. Aber das wird – aufgrund der begrenzten Anzahl der Coins – nicht so bleiben, sondern im Zeitverlauf sinken.

Vor nicht allzu langer Zeit erhielten die Miner noch vier mal so viele Bitcoins pro Block, aber die Vergütung halbiert sich alle 210.000 Blocks. Die letzten beiden Halbierungen erfolgten 2012 und 2016. Der nächste Einschnitt – wird für Ende 2019 erwartet – je nachdem wann die nächsten 210.000 Blocks erzeugt werden.

Die Halbierung dient dazu, Bitcoins knapp zu halten und regelt auch, dass die Miner keinen zu großen Anteil an allen Bitcoins erhalten. Durch die Halbierungen sinkt zudem die Anzahl der neu hinzukommenden Bitcoins schrittweise.

In diesem Bezug ähnelt Bitcoin Gold – als dessen Nachfolger es gelegentlich gehandelt wird: Je mehr Gold geschürft wird, desto kleiner werden die verbleibenden Naturvorkommen. Aber man sollte die Analogie nicht zu wörtlich nehmen, denn das eigentliche „Mining“ unterscheidet sich bei Bitcoins ganz gewaltig vom physischen Gold schürfen. Bitcoin Blocks sind verschlüsselt, sodass die Miner einen hohen (Computer-) Rechenaufwand betreiben müssen, um die die Transaktionen zu verifizieren um sich die Bitcoins zu verdienen. Und dieser Rechenaufwand wächst kontinuierlich. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der letzte Bitcoin in rund 120 Jahren „geschürft“ wird.

Ob neue Bitcoins in den Markt kommen oder nicht hat hingegen keinerlei Einfluss auf die Funktionalität der Kryptowährung – lediglich der Wert des Bitcoin wird durch die Verknappung beeinflusst.

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