US-Notenbank (FED) warnt vor Bitcoin

Die Message ist kurz: „Don’t do it!“ – das sagte der Präsident der Federal Reserve Bank in Atlanta zu Investments in Bitcoin oder andere Kryptowährungen. Raphael Bostic ist Chef der Notenbank-Zweigstelle in Atlanta und äußerte diese Warnung auf dem Hope Global Forum am Dienstag.

Als Gründe führt er an, dass diese Märkte zu spekulativ und keine Währungen sind, daher sollten Anleger auf keinen Fall Geld, das sie benötigen, in Kryptowährungen investieren. Mit dieser Meinung steht Bostic auch innerhalb der FED keinesfalls allein da. Zuvor hatten seine Kollegen von der Federal Reserve in Chicago und Minneapolis sich ähnlich geäußert und vor einer Blase gewarnt. Generell – und wenig überraschend – ist die grundsätzliche Haltung der FED zu Kryptowährungen eher skeptisch. Neu ist hingegen die deutliche Sprache, mit der Bostic vor Kryptowährungen eindringlich warnt.

Die Federal Reserve in New York veröffentlichte kürzlich einen Report, in dem sie zwar zustimmte, dass Kryptowährungen in der Tat Transaktionen ohne Vertrauen zwischen den Vertragsparteien erlauben – dies sei allerdings schlicht unnötig, zumindest in entwickelten Ländern: „Cryptocurrencies arguably solve the problem of making payments in a trustless environment, but it is not obvious that this is a problem that needs solving, at least in the United States and other advanced economies.“

Die frühere Chefin der FED, Jane Yellen, betonte, dass Bitcoins hochspekulativ seien und immer noch komplett unbedeutend in den weltweiten Zahlungssystemen sind. Der derzeitigte Notenbankchef Jerome Powell gibt sich derzeit hingegen neutral: Er habe nichts gegen Bitcoin, aber er sieht auch keinen Grund Kryptowährungen zu unterstützen. Das dürfte hingegen nur gelten, so lange Kryptowährungen keine signifikanten Marktanteile gewinnen. Auch von den Überlegungen im letzten Dezember, dass die FED die Möglichkeit einer eigenen Kryptowährung erwägt, ist in jüngerer Vergangenheit nichts mehr zu hören.

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