Am Dienstag verhängt die nächste Stadt Ausgangssperren

Weil die Infektionszahlen weiter in die Höhe schnellen, greift die nächste Stufe der Corona-Schutzverordnung des Landes Sachsen: Im Landkreis Görlitz werden die Maßnahmen zum 1. Dezember verschärft. Dazu zählt eine Ausgangsbeschränkung.

In Görlitz treten am kommenden Dienstag verschärfte Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Sars-CoV-2 in Kraft. Dazu gehören Ausgangsbeschränkungen. Ab dem 1. Dezember dürfen die Einwohner des Kreises Görlitz nur noch aus dringend notwendigen Gründen das Haus verlassen: Darunter fallen Arztbesuche, der Weg zur Arbeit, zum Kindergarten oder zu Schule und Einkäufe. Wer das Haus verlässt, muss dann auch eine Maske im öffentlichen Raum tragen. Darüber hinaus greift in der sächsischen Stadt ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit sowie eine Versammlungsbeschränkung von maximal 200 Personen. Hintergrund ist der seit Wochen steigende Inzidenzwert von Görlitz. Aktuell infizieren sich dort rund 400 Personen pro 100.000 Einwohner pro Woche mit dem Corona-Virus. Der Schwellenwert von 200 wird seit Anfang November dauerhaft überschritten.

In Hildburghausen in Thüringen, wo bereits Ausgangsbeschränkungen bestehen, werden die Maßnahmen gegen die Pandemie weiter verschärft. Nach einem unangemeldeten Protestmarsch am Mittwochabend hat der Kreis ein Versammlungsverbot angeordnet. Die Verordnung tritt am Sonntag den 29. November in Kraft. Außerdem gilt in der Innenstadt von Hildburghausen ab nun eine allgemeine Maskenpflicht. Die neuen Corona-Regeln lassen Versammlungen nur noch im Einzelfall auf Antrag zu. Damit der Antrag bewilligt wird, muss gesichert sein, dass die geplante Versammlung mit dem infektionsschutzrecht vereinbar ist. Derartige Versammlungen müssen mindestens vier Tage vor Termin angemeldet werden. Ende der Woche hat der Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner des Landkreises Hildburghausen die 600er Marke überschritten. Am Samstag ist der Wert, der das Infektionsgeschehen der letzten sieben Tage widerspiegelt, knapp darunter gefallen.

Im bayerischen Passau gelten seit Samstag Ausgangsbeschränkungen. Auch hier gilt: Wer die Wohnung verlassen möchte, braucht einen triftigen Grund dafür, wie Einkaufen, Arbeit oder Arztbesuche. Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) stellte klar, dass die Maßnahme vorerst nur eine Woche bestehen soll und dass auch Bewegung an der frischen Luft oder Gassigehen als triftiger Grund gelten. Am vergangenen Freitag lag der Corona-Inzidenzwert von Passau bei knapp 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt hat damit den höchsten Wert im ganzen Freistaat Bayern.

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