Bitcoin Cash auf dem Weg zur Massentauglichkeit

Nach Berichten von der CoinGeek Konferenz ist Bitcoin Cash auf sehr gutem Wege um seine Nutzerbasis signifikant auszubauen und bisherige Wachstumshindernisse auszuräumen.

In der Vergangenheit hatte Bitcoin Cash vor allem aufgrund der Konkurrenz zu Bitcon zu kämpfen, schließlich wurde der Coin, der aus einer Abspaltung von Bitcoin hervorging, von den Bitcoin Eigentümern als Konkurrenz und Bedrohung wahrgenommen. Nun muss man an der Stelle auch feststellen, dass Bitcoins Zielgruppe nie Krypto-Anleger waren, sondern diejenigen Nutzer, die, aus welchen Gründen auch immmer, nicht adäquat mit Finanzdienstleistungen durch die klassischen Banken bzw. Notenbanken versorgt wurden.

Und genau hier besinnt sich die Bitcoin Cash Community wieder darauf, dass die Kernziele, warum Kryptowährungen entstanden sind, eben nicht waren „Hodler“ reich zu machen oder die Kryptokurse in den Himmel („to the moon“) zu treiben. Vielmehr ging es darum, die Teile der Welt zu versorgen, in denen Inflation die Menschen enteignet, oder in denen eine fehlende Bankenversorgung Menschen vor extreme Transaktionskosten (von Geldwechslern a la Western Union etc.) stellt. In diese Orten können Kryptowährung der breiten Masse der Bevölkerung helfen – und das sind eben Länder wo die Durchschnitts(!!)einkommen bei weniger als 100 Euro pro Monat bzw. oftmals noch weit darunter liegen, Länder in denen eine vernünftige Währungsversorgung konkret Hunger lindern kann.

Und es scheint, dass Bitcoin Cash sich auf diese hehren Ziele wieder besinnt: „Bank the unbanked.“ Dafür ist es von zentraler Bedeutung, dass eine Kryptowährung „schlank“ bleibt, und eben von möglichst wenigen Finanzinstitutionen und Vermittlern abhängig ist.

Auf der CoinGeek Konferenz traf sich die Bitcoin Cash Community in Singapur, um über die Weiterentwicklung der Währung bzw. der Blockchain zu diskutieren. Und dabei ging es im Kern auch um folgende Punkte, die besondere Relevanz für das „Banking of the unbanked“
– den globalen Roll-out – haben:

Software-Kit für Blockchain-Anwendungen
Ein zentraler Punkt für die Verbreitung von Bitcoin Cash ist, dass möglichst einfach Anwendungen, die auf der Blockchain basieren, entwickelt werden können. Hier hat nChain ein Software Kit namens Nakasendo veröffentlicht, das interessierten Entwicklern gratis zur Verfügung steht. Aktuell arbeitet nChain an einer eigenen Scriptsprache für Bitcoin Cash, was den Umweg über andere Scriptsprachen vermeiden würde und damit auch komplexere Anwendungen leichter ermöglicht.

Miner sollen Entwicklung finanzieren
Eine Bombe ließ Bitmain CEO Jihan Wu platzen, indem er forderte, dass Bitcoin Cash Miner die Entwicklung finanzieren sollen, quasi auch als Dank an die Bitcoin Cash Entwickler Community. Aber er signalisierte auch Bereitschaft, dass Bitmain sich an solch einer Finanzierung beteiligen würde und einen entsprechenden Fonds starten würde.

Visa und Mastercard angreifen
Der Entwicklungschef von Bitcoin ABC (einer der Hauptentwickler der Bitcoin Cash Blockchain) skizzierte Pläne für einen globale Skalierung. Das Giga Block Testnetz funktioniert zwar bereits, aber es braucht noch Zeit um die Visa-/Mastercard Benchmark von 2.000 Transaktionen zu erreichen. Aber es ist erreichbar.

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