Bitcoin-Crash: Jetzt nachkaufen?

Am vergangenen Blutsonntag crashte der Bitcoin-Kurs um rund 1.000 Dollar und notiert aktuell bei knapp über 6.8000 Dollar. Damit sehen wir aktuell die tiefsten Kurse seit Mitte März. Viele Anleger fragen sich was nun: Kaufen, halten (hodlen), nachkaufen?

Bevor wir zu einer Antwort finden, müssen wir zunächst auf die Faktenlage schauen:
Was hat den aktuellen Kursrutsch ausgelöst? Nach Meinung erfahrenen Kryptoanleger dürfte der aktuelle Absturz gezielt herbeigeführt worden sein. Viele Kleinanleger sind in den letzten Monaten dünnhäutig geworden, wenn die Märkte nicht in die gewünschte Richtung, d.h. nach oben, tendieren. Daher gilt „die Baisse nährt die Baisse“, die Kleinanleger machen aus einem kleinen Kursrutsch einen großen.

Manipulatoren müssen daher nur ein bisschen Panik-Stimmung auslösen und können so einen deutlich Kursrutsch provozieren. In einigen Veröffentlichungen wird der Hack der kleinen koreanischen Kryptobörse Coinrail als Ursache für den Kursrutsch gehandelt – hier sehen wir eher wenig Einfluß. Weit mehr Einfluss dürfte da eher die aktuelle Manipulationsuntersuchung der US-Finanzaufsicht haben.

Doch am Ende: Wer profitiert am meisten? Das sind langfristig vermutlich die Anleger, die jetzt die Nerven haben günstig nachzukaufen.

Die historischen Kurscharts von Bitcoin zeigen zudem, dass der Bitcoin schon immer scharfe Bewegungen gemacht hat. Die gesamte Performance manchen Jahres könnte allein aus den Kursbewegungen von nur 10 einzelnen Handelstagen erklärt werden. Das heißt aber auch, wer als Trader an diesen 10 Tagen nicht investiert war, hat die komplette Jahresperformance verpasst. Wer nach dem aktuellen Kursrutsch in Panik verfällt, sollte sich vielleicht fragen, was er über eine ähnlich starke Kursbewegung am 12. April gedacht hat: Da stieg der Bitcoin an nur einem Tag von rd. 6.800 auf 7.800 Dollar – fast das komplette Spiegelbild des Verlustes von Sonntag.

Kurzfristiges Trading kann gefährlich sein, wenn man dadurch die starken Kurstage eines Jahres verpasst. Bei der starken Volatilität von Bitcoin und Co. macht für die meisten „normalen“ Anleger ohnehin nur eine langfristige Strategie Sinn. Wer insgesamt an den Erfolg von Bitcoin glaubt, der sollte jetzt nachkaufen. Denn an den Erfolgsaussichten und auch an den Risiken hat der vergangene Sonntag rein gar nichts geändert.

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