Bitcoin: die Zukunft für Menschen ohne Zugang zu Banken

Ist Bitcoin eine Währung oder ein Investment? Eine spekulative Blase oder eine langfristige Erfolgsstory? Darüber streiten sich nicht nur „normale“ Bitcoin-Anleger, sondern auch einige der klügsten Köpfe unserer Zeit.
Eine Sache gilt allerdings als sicher: Bitcoin füllt die Lücken unseres Finanzsystems und bietet Lösungen für echte Probleme. Zum Beispiel für Menschen ohne Zugang zu Banken, „unbanked people“.

Sowohl in der Entwicklungshilfe als auch in ökologischen Bemühungen zu nachhaltigem Wachstum ist finanzielle Inklusion ein entscheidender Faktor um Menschen aus ihrer Armut zu befreien. Die ärmsten Menschen dieser Welt haben schlicht keinen Zugang zu Banken. Südlich der Sahara haben zwei Drittel der Bevölkerung keinen Zugang zu einfachsten Bankfunktionen. Demgegenüber haben jedoch 90% dieser Menschen Zugriff auf (mobiles) Internet. Das heißt: Auch wenn diese Menschen nie Zugang zu einer traditionellen Bank haben werden, so können Sie doch auf die Blockchain zugreifen.

Aber man muss durchaus nicht gleich nach Afrika schauen: Studien haben ermittelt, dass 27% der US-Haushalte ebenfalls keinen Zugang zu Banken haben oder zumindest „underbanked“ sind, d.h. sie haben nicht den Zugriff auf die Bankdienstleistungen, die sie benötigen.
Ein Rolle spielte dabei auch die Finanzkrise im Jahr 2008, die dazu führte, das Banken zahlreiche ländliche, wenig profitable Filialen schlossen. Online Banking sollte die Lücke schließen – aber die Zahl der Haushalte ohne Bankzugang blieb bestehen.

„Unbanked“ Personen sind oftmals mit exzessiven Kosten und unüberwindlichen Hindernissen konfrontiert, die es unmöglich machen Wohneigentum zu erwerben oder sich selbständig zu machen, wobei gerade letzteres als DER Erfolgsfaktor in der Entwicklungshilfe gilt.

Bitcoin – und auch andere Kryptowährungen – könnten dieses Problem lösen, da sie das traditionelle Finanzsystem umgehen. Die Kosten für Banking (ob Kontoführung, Bearbeitung, Überweisungen etc.) sind geringer und es wird auch kein Vertrauen zwischen den Parteien benötigt. Gerade letzteres ist für viele „unbanked“ Personen Ursache des Problems: Durch schlechte Kredithistorie, Privatinsolvenz etc. werden sie auch in Industriestaaten von vielen Banken nicht als Kunden akzeptiert.

Die Vorteile von Bitcoins liegen neben den niedrigen Gebühren und der hohen Sicherheit auch in der hohen Transaktionsgeschwindkeit (Überweisungen benötigen keine X Banktage) und in den enormen Chancen für Mikrokredite. Gerade letzteres wird fast in allen Ländern bisher durch solche Dienstleister belegt, die man üblicherweise als „Kredithaie“ bezeichnet und die mit Wucherzinsen Kunden ohne Bankzugang enorme Kosten verursachen, weit über sachlich gerechtfertigten Zinssätzen.

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