Bitcoin und Aktienmärkte sind korreliert

In der Geschichte machten legendäre Spekulanten ihr Vermögen, in dem sie auf einzelne Werte setzten und die Zukunft richtig voraus ahnten. Unter risikotheoretischen Gesichtspunkten ist das jedoch nahezu pures Glück – ähnlich wie Lotto spielen.

Das Problem dabei ist auch, dass einige höchst erfolgreiche Spekulanten zwar massive Gewinne einheimsten, wenn Sie auf einen bestimmten Trend setzten, andererseits aber – sobald der Markt drehte bzw. der Trend endete – massive Verluste anhäuften.

Aber was sollen nun Finanzinstitute oder Investoren tun, in einer Zeit in der es quasi unendliches Geld zu quasi Null-Kosten gibt? Idealerweise sucht man einen Handelsstrategie, die eher risikoarm ist, moderate Gewinne ermöglicht, aber eben nicht diese riesigen Verlustrisiken aufweist, sondern schlicht ein gutes Stück mehr Rendite bringt, als die Notenbank an Zinsen verlangt.

Dabei ist man ganz schnell bei einem „Carry Trade“, die man oft in Währungen aber auch anderen Asset Klassen findet. Die Strategie ist simpel: Zu niedrigen Zinsen Geld aufnehmen und das Geld in Assets mit höherer Rendite investieren.

Ein absoluter No-Brainer ist dabei der Kauf von Aktien – einen ausreichend langen Atem vorausgesetzt. Die Aktienmärkte liefern ausreichende Liquidität, selbst für Institutionen die Milliarden investieren. Die Renditen sind auch da, und letztlich investiert daher auch de facto jeder große Investor, jedes große Institut in Aktien, was die Kurse weiter treibt. Das ist auch der Treiber des anhaltenden Bullenmarktes seit 2008. Das „Quantitative Easing“-Programm der Fed hat die Märkte in enorme Höhen getrieben.

Aber was hat das mit Bitcoin zu tun. Bitcoin ist schlicht ein weiterer „Carry Trade“ – sobald Liquidität zugeführt wird, so wie vergangene Woche, steigen die Kurse:

Ein gutes Beispiel für die Korrelation war zum Beispiel der 4. Mai, als der Dow Jones mehrere technische Widerstände testete – Minuten später stieg auch Bitcoin. Das Bitcoin und Aktienmärkte korrelliert sind, ist schon länger bekannt, aber hier gab es selbst in der Intraday-Bewegung wieder einen klaren Beleg dafür.

Was sind die Gründe dafür?
Wichtiger Faktor ist das „billige“ Geld, dass nach Renditemöglichkeiten sucht. Wenn man derzeit günstig Geld borgt und in Bitcoin investiert, während man gleichzeitig zur Absicherung die Bitcoin-Futures-Kontrakte verkauft, so ergibt sich eine jährliche Verzinsung von 9% – nicht schlecht in Zeiten von Nullzinsen.

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