Erneuter Sell-Off bei Bitcoin erwartet

In den letzten Monaten erlebten Bitcoin-Besitzer das, was Aktionäre schon lange kennen: Einen langweiligen Seitwärtstrend. Die Hoffnung auf einen Trend mit klarer Richtung war auch diese Woche vergebens.

Im Gegenteil, die Handelsspanne, in der sich der Bitcoin vergangene Woche bewegte, war enorm eng: Die Kurse bewegten sich nur zwischen 7.400 und 7.750 US-Dollar. Doch diese Ruhepause kann sich als tückisch erweisen. Zwar gibt es nach wie vor Bullen, die auf einen Ausbruch hoffen, aber nach dem sehr schwachen Mai, gibt es wenig Grund für Optimismus. Der langfristige Abwärtstrend ist intakt. Und insbesondere ein Durchbruch unter die Unterstützung bei rund 7.000 Dollar dürfte eher neue Kurstiefs durch neue Verkaufswellen bewirken. Doch auch das wäre alles noch im Rahmen des aktuellen Trends – Panikverkäufe erwartet der Markt ab Kursen unter 6.000 Dollar. Und ein finaler, schmerzhafter Sell-Off ist immer noch die beste Basis für eine echte Trendwende. Das haben die weltweiten Aktienmärkte schon hunderte Male demonstriert.

Nicht gerade optimistische Signale kamen am Freitag aus Asien: Scheinbar gibt es dort einen Bitcoin-Wal (Bitcoin Addresse 1KAt6STtisWMMVo5XGdos9P7DBNNsFfjx7 ), mit einem Vermögen von rd. 94.000 Bitcoin, der aktuelle signifikante Mengen an Bitcoins aus seinen Wallets an Börsen transferiert, was einen Verkauf vorzubereiten scheint.

Die Daueroptimisten von Fundstrat Global Advisors sehen im regulativen Bereich fundamentale Unterstützung für steigende Kurse, da die Rahmenbedingungen sich zunehmend klären und auch Kryptobörsen zunehmend offen für Regulierung sind, da auch sie verstanden haben, dass für einen langfristigen Erfolg von Kryptowährungen im Alltag die Wild-West-Zeiten beendet werden müssen.

Andere Marktteilnehmer sehen die Regulierung zwar ebenfalls positiv, erwarten daraus aber keinerlei Impulse für eine kurzfristige Trendwende, denn diese kann nur durch einen Nachfrageschub bzw. Verkaufstop kommen. Und dafür bedarf es konkreter positiver Nachrichten – Regulierung kann für eine Trendwende nie Auslöser, sondern nur Beiwerk sein.

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