Es gibt zwei Arten an Corona zu sterben

Die Zahlen derer, die an dem neuartigen Coronavirus sterben, schnellen kontinuierlich in die Höhe. Fast 10.000 Menschen sind in Deutschland bisher an dem Virus gestorben. Im Rahmen vieler Obduktionen von Corona-Toten hat die Schweizer Pathologin Dr. Kirsten Mertz, nun herausgefunden, dass es zwei Arten gibt, an Corona zu sterben.

Im Interview mit der Zeitschrift „Blick“ erzählt sie: „Man kann zwei Gruppen von Patienten ausmachen. Die erste Gruppe stirbt in einem frühen Stadium an einer enorm hohen Viruslast in der Lunge. Das Immunsystem schafft es da leider nicht, das Virus zu unterdrücken.“
Während das Lungengewebe bei diesen Todesopfern noch weitestgehend intakt ist, sieht es bei den Opfer einer zweiten Gruppe ganz anders aus. „Der Körper dieser Patienten kann das Virus zunächst besiegen – doch sind danach massive Schäden an Lunge und anderen Organen zu erkennen. Solche Patienten sterben erst nach mehreren Tagen oder Wochen.“

Laut Mertz reagiere der Körper zu heftig auf den Eindringling. Zwar würde das Virus dadurch den Rückzug antreten, aber die hinterlassenen Entzündungen zerstören das umliegende Gewebe und die inneren Organe beinahe komplett. „Das ist, wie wenn Ihnen der Zahnarzt alle Zähne zieht, weil Sie Karies haben. Dann ist zwar die Karies weg, Ihre Zähne aber auch.“

Die Schwere eines Covid-19-Krankheitsverlaufes orientiert sich vor allen Dingen an Faktoren wie möglichen Vorerkrankungen und dem Alter des Patienten. Zudem ist relevant, wie viele Viren man bei der Infektion abbekommen hat.

Doch bricht man es auf das wesentliche herunter, steht eines fest: „Das Coronavirus war und ist ein Killer. Auch in Zukunft wird das so sein. Zwar gab es leichte Mutationen, insgesamt hat sich das Virus selbst aber nicht groß verändert.“

Patienten, die sich in einem frühen Stadium der Corona-Infektion befinden, können in Deutschland gut mit antiviralen und entzündungshemmenden Mitteln wie etwa Remdesivir behandelt werden.

Ein Kommentar

  1. Unsere führenden Politiker können nicht zugeben, dass sie organisatorisch überfordert sind, da sie die medizinischen Zusammenhänge infolge eigener Bildungslücken und rechtlicher Unwissenheiten nicht verstehen und für die jeweils erforderlichen eigenen Entscheidungen nicht befähigt sind.
    Dieser Zustand ist bedauerlich, aber unvermeidbar weil keine verwertbaren Erfahrungswerte vorliegen.
    Dieser Missstand bleibt leider unveränderbar ;
    er lässt mich an widerliche politische und wirtschaftliche Ereignisse im Mittelalter denken.

    Günter Weiss

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