Lockdown wird bis 10. Januar verlängert

Trotz Lockdown bleiben in Deutschland die Infektionszahlen auf einem hohen Niveau. Fast alle Landkreise sind weit von der Zielinzidenz von 50 Fällen pro 100.000 entfernt. Die Bundesregierung verlängert daher die bestehenden Corona-Maßnahmen bis in den Januar.

Bis zum 10. Januar wird der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeitanlagen verlängert. Bei ihren Beratungen haben dies die Länder und die Bundeskanzlerin heute beschlossen. Merkel sagte dazu: „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sagte Merkel.

Vom Zielwert ist Deutschland „sehr weit entfernt“. Parallel dazu gibt es eine hohe Zahl an Todesopfern zu beklagen. Daraus ergebe sich eine hohe Verantwortung von Bund und Ländern. Merkel bekräftigte das Ziel, 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu erreichen.

Die Landesbehörden haben am Mittwoch 512 Sterbefälle gemeldet. Dies ist der höchste Tageszuwachs seit dem Beginn der Pandemie. Parallel dazu kamen deutschlandweit 19.000 Neuinfektionen hinzu. Insgesamt sind 1.096.341 Coronavirus-Infektionen seit Pandemiebeginn gemeldet worden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erklärte dazu: „Wir können diese Situation nicht so hinnehmen.“ Es sei „notwendig und richtig, den Lockdown zu verlängern bis zum 10. Januar“. „Mitnichten entspannt“ habe sich die Corona-Lage. Es bestehe die Möglichkeit, noch schärfere Maßnahmen durchzusetzen. „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können – oder ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“. Es gelte zu überlegen, kurz und konsequent zu handeln, als lang und halbkonsequent. „Mein Gefühl ist, dass wir uns nicht scheuen dürfen, da sehr konsequent zu sein“, so der CSU-Chef.

Erst in der vergangenen Woche wurde der seit November geltende Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängert. Wegen des hohen Infektionsgeschehens gehen Bund und Länder davon aus, dass nun bis Anfang Januar umfassende Beschränkungen erforderlich seien. Dies betreffe besonders Gastronomie und Hotels.

Sieben Millionen Impfdosen im ersten Quartal

Merkel sprach in Bezug auf einen Impfstoff davon, dass Ende Dezember das Mittel von Biontech in europäischen Ländern zugelassen werden könnte. Die Bundesregierung wolle in der Pandemie trotz des beschleunigten Zulassungsverfahrens in Großbritannien nicht von der Gründlichkeit abweichen.

Deutschland könne nach Merkels Ankündigung im ersten Quartal des nächsten Jahres rund sieben Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen. Dies gelte für die Mittel von Biontech und Moderna. Man dürfe bei Thema Impfstoff „im ersten Quartal keine überbordenen Hoffnungen haben“.

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