RKI warnt vor neuen Hochinzidenzgebieten

Inzwischen wütet die Delta-Variante direkt vor der deutschen Grenze und in beliebten Urlaubsländern. Das RKI erklärt nun Spanien zum Hochinzidenzgebiet. Dieselbe Warnung gilt für unser direktes Nachbarland die Niederlande. Die neue Risikobewertung und alle damit verbundenen Reiserestriktionen treten am Dienstag in Kraft.

Wegen steigender Inzidenzwerte werden die Niederlande und Spanien zu Hochinzidenzgebieten. Diese Einstufung veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Abstimmung mit der Bundesregierung am Freitag. Die neue Risikobewertung wird am Dienstag, 27. Juli gültig. Dann greifen auch erweiterte Reisebeschränkungen.

Insbesondere ungeimpfte Urlauber sollten sich nun schnell überlegen, ob sie die Reise besser absagen bzw. eine verfrühte Heimreise antreten. Denn wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland reist, muss sich vorher online anmelden und an der Grenze einen negativen Coronatest, eine vollständige Impfung oder eine Genesung vorweisen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich nach Einreise zehn Tage in Quarantäne begeben. Erst nach fünf Tagen kann diese durch einen negativen Coronatest verkürzt werden.

Aktuellen Schätzungen zufolge befinden sich derzeit fast eine halbe Million deutsche Urlauber in Spanien. Der Reiseverbandes DRV geht derzeit von 200.000 Pauschalreisenden aus und schätzt das mindestens die gleiche Zahl Individualreisende unterwegs sind. 60 Prozent der Pauschalurlauber befindet sich derzeit auf den Balearen, 30 Prozent auf den Kanaren und ein kleiner Rest auf dem spanischen Festland.

Neben Spanien und den Niederlanden wird am Dienstag auch Georgien zum Hochinzidenzgebiet. Neu als Risikogebiet eingestuft werden Dänemark (mit Ausnahme von Grönland), die französischen Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d’Azur, die Insel Korsika und das Übersee-Département Martinique sowie Irland, Malta und das Königreich Monaco. Neue Virusvariantengebiete wurden nicht gemeldet.

Die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland werden jeden Freitag vom RKI veröffentlicht. Zuletzt wurden innerhalb von Europa bereits Großbritannien, Portugal und Zypern zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Schuld an der misslichen Lage soll die Delta-Variante sein. Da die Länder gleichzeitig lockern, breitet sich die besonders ansteckende Variante von Sars-CoV-2 fast ungehindert dort aus.

Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet berücksichtigt unter anderem die 7-Tage-Inzidenz eines Landes. Steigt diese über 200, so wird eine Region als Hochinzidenzgebiet ausgewiesen. Das RKI bewertet aber auch die Todesrate und die Auslastung der Krankenhäuser im Ausland. Im neuen Hochinzidenzgebiet Spanien ist inzwischen wieder mehr als jedes zehnte Intensivbett durch einen Corona-Patienten belegt.

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