Rückschlag bei Suche nach vermisster Rebecca Reusch

Kann eine Mutter so viel Schmerz vertragen. Noch immer hofft, bangt und betet Brigitte Reusch, dass sie ihre seit über eineinhalb Jahren vermisste Tochter Rebecca noch lebend wiedersieht.

Durch eine anonyme Quelle wird der Familie Reusch im Juni dieses Jahrs ein Foto zugespielt. Auf diesem ist ein Mädchen zu sehen, das in eine Kamera lächelt und dabei ein Glas in der Hand hält. Das bemerkenswerte ist, dass die unbekannte Frau Rebecca Reusch, die seit dem 18. Februar 2019 zum Verwechseln ähnlich sieht. In diesem Moment hatte die Familie wieder Hoffnung geschöpft und Gefühle flammen wieder auf.

Ist es das lange erhoffte Lebenszeichen der Schülerin aus Berlin-Britz? Damals sagte die Mutter Brigitte zur „Bild“-Zeitung: „Wir sehen eine eindeutige Ähnlichkeit und denken, dass Becci heute so aussehen könnte.“

Dieses Foto hat der Anwalt der Familie, Khubaib Ali Mohammed (38), an die zuständige Staatsanwaltschaft in Berlin weitergereicht. Diese beauftragt das Landeskriminalamt Abteilung 55 (zuständig für die kriminaltechnische Untersuchung) mit einem Gutachten zur Gesichtserkennung.

Nun liegt ein Ergebnis vor und dieses fällt sehr ernüchtert aus. Das LKA 55 kommt in seiner Analyse vom 3. Juli des Jahres zu dem Ergebnis, dass auf dem Foto „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht Rebecca Reusch zu sehen ist. Aus dem Gutachten geht weiter hervor, dass es erhebliche Unterschiede unter anderem am Nasenrücken und der Nasenspitze gibt. Ebenso gestaltet sich der Abstand zwischen der Nase und der Oberlippe verschieden und auch die Zahnstellung beider Personen sind nicht stimmig. Mit diesem Ergebnis stirbt nun auch eines der letzten Hoffnungen auf ein Lebenszeichen von Rebecca.

Der Fall Rebecca

Rebecca Reusch verschwand am Morgen des 18. Februar aus dem Haus ihrer Schwester Jessica und deren Freund Florian R. Beide wohnten im Maurerweg in Berlin-Britz. Die junge Schülerin hatte dort auf der Couch übernachtet. Ihre Schwester ist mit ihrem Kind gegen sieben Uhr aus dem Haus gegangen, Rebecca bliebt mit Florian zurück. Im Anschluss daran verliert sich die Spur, eine öffentliche Fahndung und diverse Suchaktionen brachten bislang keinen Erfolg.

Derjenige, der Rebecca zuletzt lebend sah, war ihr Schwager Florian R, der noch immer als dringend tatverdächtig gilt. Er hat sich in verschiedenen Vernehmungen in Widersprüche verstrickt. Angeblich will er zum Zeitpunkt des Verschwindens geschlafen habe, doch wurde sein auffälliger Twingo (pinker Farbton) von einem Kennzeichenerfassungssystem auf der A12 in Richtung Polen geortet. Nach dem verschwundenen Handy der Schülerin war zuletzt auch im Ausland gesucht worden.

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