Russland: Riesige Aufrüstung und eine neue Superwaffe

Satellitenbilder zeigen eine beispiellose Militäraufrüstung Russlands. Getestet wird unter anderem die neue, atomare Superwaffe „Poseidon“. Sie ist keine Bedrohung für die Ukraine, sondern für Küstenstaaten wie etwa die USA.

Durch den Klimawandel sind in der Arktis neue Regionen erschließbar geworden. Wie aktuelle Satellitenbilder zeigen, baut Russland dort eine riesige Militärpräsenz auf. Gleichzeitig wird eine Schiffsroute zwischen Asien und Europa geöffnet, die „Northern Sea Route“ (NSR). Auch die neue Atomwaffe, ein Topedo namens „Poseidon 2M39“, soll in der Arktis stationiert und getestet werden.

In den letzten fünf Jahren hat Russland seine Militärpräsenz auf russischem Gebiet in der Arktis rasant ausgeweitet. Dies ist nach internationalem Recht zunächst eine legitime Form der Grenzsicherung. US-Militärbeobachter äußerten jedoch Bedenken, dass Russland seine stetig wachsende Militärmacht in der Arktis nutzen könne, um weitere, bald eisfreie Gebiete zu besetzen. Dabei könnten Konflikte mit den anderen Staaten entstehen, die an die Arktis angrenzen. Das sind Dänemark, Kanada, Norwegen, die USA sowie Island, Schweden und Finnland.

Die USA beobachten die Geschehnisse in der Arktis sehr genau. Oberstleutnant Thomas Campbell, ein Sprecher des Pentagons erklärte gegenüber CNN: „Russland saniert Flugplätze und Radaranlagen aus der Sowjet-Ära, baut neue Häfen und Such- und Rettungszentren und baut eine Flotte von nuklear und konventionell angetriebenen Eisbrechern auf“.

Auch die neuartige nukleare Waffe „Poseidon 2M39“ werde dort getestet, berichtet CNN. Dieser Torpedo werde von einem Nuklearreaktor angetrieben und könne eine radioaktive Tsunamiwelle auslösen. Von dieser Welle getroffene Küstenregionen würden vermutlich über Jahrzehnte unbewohnbar werden. Der Torpedo Poseidon sei außerdem so gebaut, dass er sich im Tarnmodus entlang des Meeresbodens bewegen und deshalb unter den Verteidigungslinien von Küstenstaaten hindurch tauchen könne: Eine getarnte Superbedrohung für alle Küstenstaaten quasi.

Russland versuche außerdem, die Schiffsroute NSR als „wichtige internationale Schifffahrtsstraße“ zu nutzen. Man sei jedoch besorgt über die Regeln, die Moskau für diese Route auferlegen will, sagte Campbell, „russische Gesetze, die die NSR-Transite regeln, überschreiten Russlands Autorität nach internationalem Recht“.

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