So sollen die Deutschen geimpft werden

Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es einen kleinen Lichtblick. Die ersehnten Corona-Schutzimpfungen könnten schon in den nächsten Wochen starten. Der Impfstoff solle demnach von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA noch vor Weihnachten zugelassen werden. Im Anschluss kann es schnell gehen. Um eine Impfung zu erhalten, müssen Bundesbürger aber ein bestimmtes Dokument bei sich haben.

Die Bundesbürger sollen den Planungen nach in sechs Gruppen unterteilt werden um nacheinander geimpft zu werden. Die ersten Deutschen, die den Impfstoff bekommen sollen, sind:
• Bewohner in Altersheimen und Pflegeeinrichtungen,
• Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
• Medizin-Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko,
• Mitarbeiter aus Kliniken, die in Kontakt mit besonders gefährdeten Patienten stehen und
• stationäre und ambulante Altenpfleger.

Die zweite Gruppe, bestehend aus 75- bis 80-Jährigen, Demenzkranken und geistig Behinderten in Heimen inkl. den Betreuern sollen zwischen Mai und Juli 2021 folgen. Im Hochsommer könne dann die Gruppe 3 geimpft werden. Dazu zählen dann 70- bis 75-Jährige, Risikopatienten und deren Kontaktpersonen, die Bewohner in Asylhemen und Obdachlosenunterkünften, Kontaktpersonen von Schwangeren, Medizin-Personal mit moderatem Ansteckungsrisiko und der Öffentliche Gesundheitsdienst.

Später sollen dann in Etappen ab August 2021 die 65- bis 70-Jährigen, im Oktober die 60- bis 65-Jährigen und ab Dezember dann alle unter 60-Jährige folgen.

Welche Dokumente brauche ich für den Impfstoff?

Die Gesundheitsämter und die Bundesländer sollen nach Wunsch des Bundes die regionale Koordination der Impfungen übernehmen. Die Bürger, die das Vakzin von Biontech und Pfizer erhalten sollen, werden von den Bundesländern direkt angeschrieben. Niedersachsen will ganz konkret Infobriefe mit einem QR-Code versenden. Dieses Dokument ist dann in den Impfzentren oder mobilen Impfteams vorzulegen. Abhängig ist dies aber von dem konkreten Aufwand. So kann es auch sein, dass sich die Bundesbürger direkt an die Impfzentren wenden sollen. In einen Referentenentwurf ist dies bereits vom Bundesgesundheitsministerium aufgenommen worden.

Zur Identifikation und Datenerfassung sollen die Bürger dann ihren gültigen Ausweis mitbringen. Wichtig sind für die Impfzentren offenbar der Name, das Geburtsdatum und die Wohnadresse.

Wo können sich die ersten Bürger impfen lassen?

Zu Impfzentren sollen dann Messehallen, Sportzentren und Hotels umgebaut werden. Mittlerweile sind deutschlandweit die ersten Impfzentren aufgebaut worden, um die Impfungen gebündelt starten zu können. Dafür sind insgesamt 440 Standorte im Gespräch. Ausgelegt sind die Kapazitäten dann soweit, dass in jedem Bundesland täglich mehrere Tausend Impfungen möglich sein sollen.

In Altersheimen und anderen Pflegeeinrichtungen sollen durch die Gesundheitsämter „mobile Impfteams“ direkt aktiv werden. Auch Arztpraxen sollen später Impfungen durchführen.

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