Superreiche haben Bitcoins im Wert von 10 Milliarden Dollar in geheimen Bunkern versteckt

Was wie eine Verschwörungstheorie klingt ist doch bei dem StartUp Xapo schlichte Realität, wie Bloomberg berichtet. Hinter massiven und bewachten Stahlbetonwänden sind verschlüsselte Computer-Server gelagert, die den Schlüssel zu einem immensen Bitcoin-Vermögen beinhalten.

Es ist der Unternehmer Wences Casares aus Argentinien der Millionäre und Milliardäre überzeugt hat, dass ihre Bitcoins bei ihm sicher wir nirgends sonst sind. Sein Unternehmen Xapo betreibt unterirdische Bunker auf fünf Kontinenten (inklusive einem Schweizer Militärbunker) und zu den Kunden gehört das Who-is-Who der Milliardäre und Family Offices. Silicon Valley Größen wie Reid Hoffman (Gründer von LinkedIn) oder Wall Street Händler Mike Novogratz gehören dazu.

Bisher war unbekannt, wieviel Geld tatsächlich bei Xapo „gebunkert“ ist, aber jetzt ist es aus drei Quellen durchgesickert: Es sind rund 10 Milliarden Dollar in Bitcoin. Das sind rund 7% aller weltweiten Bitcoins – und mehr Einlagen als 98% der amerikanischen Banken haben. Und das ist natürlich ein riesiger Vertrauensbeweis an das Startup.

Dabei hat Xapo eine interessante Nische besetzt: Wenn Bitcoin sich durchsetzt und sein Wert weiter steigt, dann werden die Kryptowährungen auch immer attraktive für Diebe, die zwar nicht die Blockchain hacken können, aber den Private Key von Nutzern, welcher alleiniger Zugriff auf das jeweilige Bitcoin-„Konto“ ist. Deswegen sollten Keys auch niemals auf Wallets, die mit dem Internet bzw. Internetgeräten verbunden sind, gespeichert werden. Selbst die beste Hardware-Wallet ist Risiken ausgesetzt, wenn sie mit einem PC verbunden wird, der auch (gelegentlich) mit dem Internet verbunden wird.

Xapo hat dabei als einer der ersten Player verstanden, dass die Sicherheit, die Bitcoin als unabhängige Währung seinen Besitzern bietet, eben nicht bei der unveränderlichen Blockchain aufhört. Legendär – und auch einer der weiteren Erfolgsfaktoren von Xapo ist die ausgesprochene Überzeugungskraft von ihrem Gründer Casares, der nicht nur zahlreiche Silicon-Valley-Größen überzeugte in Bitcoin zu investieren und diese bei Xapo zu sichern, sondern der auch ein höchst renommierten Beirat für anwarb u.a. besetzt mit dem US Treasury Vorstand Larry Summers, dem ehemaligen Citigroup-CEO John Reed und dem Gründer von Visa, Dee Hock.

Bekannt ist auch die enorme Sicherheitsorientierung des Startups. Zu Xabos Sicherheitsvorkehrungen gehören u.a. Fingerabdruck-Scanner die auch mit einem Pulsmesser ausgestandet sind, damit keine amputierten Hände verwendet werden können. Große Transaktionen werden teilweise persönliche überprüft, d.h. Xapo-Mitarbeiter fliegen zu dem Kunden, um sich die Transaktion bestätigen zu lassen.

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