Wien als Risikogebiet eingestuft – Reisewarnung vom AA ausgesprochen

Seit Tagen steigen die Corona-Fallzahlen in Wien. Die Bundesregierung zieht Konsequenzen und warnt vor Reisen in die österreichische Hauptstadt. Aber auch Budapest und andere Regionen sind betroffen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Wien warnt das Auswärtige Amt wegen der hohen Corona-Zahlen. Aber auch für Teile von Frankreich wird die Warnung erweitert. Das Ministerium teilte mit, dass dies für die Region Hauts-de-France und das Überseegebiet La Réunion gelte. Wien und Budapest sind zuvor vom RKI zu Risikogebieten erklärt worden. In Österreich ist das Bundesland Wien das bislang einzige Risikogebiet Österreichs.

Weiterhin stufte das RKI Regionen als Risikogebiet ein. Dazu zählen Teile der Niederlande, Kroatien, Frankreich sowie der Schweiz. Das Kanton Freiburg kam in der Schweiz, die Provinzen Nordholland mit Amsterdam und Südholland mit Den Haag und Rotterdam kamen in den Niederlanden hinzu. Die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina in Kroatien wurden ebenso zu Risikogebieten erklärt, wie die Kreise Neamt und Caras Severin in Rumänien. In Tschechien trifft es die Mittelböhmische Region. Für eine Einstufung als Risikogebiet gilt als zentrales Kriterium die Entwicklung der vergangenen Tage bei den Neuinfektionen. Die Grenze liegt hier weiterhin bei 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner.

Kurz nach einer Einstufung als Risikogebiet folgt in der Regel die Reisewarnung der AA. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, hat aber eine abschreckende Wirkung. Hingegen können Reisende ihre Buchungen kostenlos stornieren.

Seit Montag hat Österreich die Corona-Maßnahmen wieder verschärft. Am Sonntag hatte Bundeskanzler Kurz noch erklärt, die zweite Welle an Infektionen hat begonnen, nachdem ein dramatischer Anstieg der Neuinfektionen verzeichnet worden war. Derzeit befindet sich das Land in einer entscheidenden Phase, sagte Gesundheitsminister Anschober. Dabei gehen die Prognosen weit auseinander. Positive Annahmen gehen von 650 Neufällen pro Tag aus, pessimistische von bis zu 1.500 Fällen.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich testen lassen

Aktuell wurden 768 neue Fälle am Tag verzeichnet. Anschober sagte, dass auch die Belegungen in den Krankenhäusern wieder spürbar steigen. Diese Entwicklung liegt deutlich über der von Deutschland. Gemessen an der Anzahl der Einwohner liegen die Infektionszahlen mehr als dreifach so hoch. Dabei werden aus Wien insgesamt 3.600 aktive Fälle gemeldet. Von Schweizer Seite war die österreichische Hauptstadt bereits als Risikogebiet eingestuft worden.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich in Deutschland verpflichtend auf das Virus testen lassen. Es sei denn, sie legen ein aktuelles negatives Testergebnis vor. Allerdings sind sie verpflichtet, sich bis zum Erhalt des Testergebnisses für 14 Tage in Selbstisolation zu begeben.

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