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Bargeld-Stopp: Sparkassen verbannen Bargeld-Filialen & Geldautomaten

Während der Pandemie boomten die Online-Transaktionen. Seit über 2 Jahren haben nur noch wenige von uns eine Bank von innen gesehen. Das hat sich stark auf das Bankwesen in Deutschland ausgewirkt: Die Banken investieren in weniger Filialen und weniger Geldautomaten. Bald wird das Bargeld in Form von Banknoten und Münzen ganz verschwinden und mit ihm die Anonymität der Verbraucher.

In der Vergangenheit haben die Deutschen eine Vorliebe für Bargeld geäußert. Mit der Pandemie hat sich dies jedoch geändert. Das Online-Shopping, insbesondere von Kleidung und Gadgets, hat einen Boom erlebt. Auch Dienstleistungen wie Uber und Essenslieferungen werden größtenteils über digitale Zahlungen abgewickelt.

Infolgedessen haben eWallet-Apps wie PayPal und Online-Banken ohne Filialen wie ING, DKB, N26 und Openbank einen starken Anstieg der Nutzerzahlen verzeichnet. Die ING ist heute mit fast 10 Millionen Kunden die drittgrößte Bank Deutschlands.

Obwohl Banken wie die Sparkasse ihren Kunden versichern, dass sie nach wie vor die Möglichkeit haben, Bargeldgeschäfte in der Filiale zu tätigen, wird die Anzahl der physischen Bankfilialen immer geringer. In den letzten Jahren haben die deutschen Banken rund ein Viertel ihrer Filialen geschlossen, um ihre Dienstleistungen zu konsolidieren.

Das bedeutet, dass diejenigen, die gerne ein wenig Bargeld in ihrem Portemonnaie haben, um Einkäufe zu tätigen, nun oft weiter und weiter suchen müssen, um einen Geldautomaten zu finden. Nur noch wenige Banken machen sich die Mühe und den Aufwand, eine große Anzahl von Geldautomaten zu betreiben.

Und nicht alle Deutschen sind bargeldlos unterwegs: Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Bank hat ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen einen Bargeldbetrag von mindestens 50 Euro in ihrem Portemonnaie hat. In anderen Ländern ist dieses weitgehend durch eWallet-Lösungen, Kreditkarten und kontaktloses Bezahlen ersetzt worden. Dennoch gaben rund 70 % der befragten Deutschen an, dass sie weiterhin Bargeld verwenden wollen.

Zwar bieten Apps wie Paypal und GooglePay ein hohes Maß an Bequemlichkeit, doch bestehen nach wie vor Bedenken, wie die Daten unserer Einkäufe verwendet werden. Viele Deutsche fühlen sich immer noch wohler dabei, Bargeld zu benutzen, als Daten über alle ihre Einkäufe an ein Unternehmen wie Google weiterzugeben.

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Stephan Heiermann

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