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ICO: Österreicher plant größte Krypto-Bank der Welt

Der österreichische Milliardär Ego Putzi, Gründer des Herstellers von Prozessanlagen für Mikrochips SEZ AG, plant eine neue Kryptowährung und will damit nicht weniger als die größte Kryptobank der Welt erschaffen: traditionelle Banking-Funktionen sollen mit Blockchain-Technologie und handelbaren Kryptowährungen kombiniert werden.

Dazu plant Putzi mit seinem Projekt MCV-CAP einen ICO, um das notwendige Kapital einzuwerben. Der MCV Coin soll künftig als interne Wöhrung für Banken aber auch als “Loyalty Coin” für Bankkunden dienen. Kernpunkt ist die Vorteile des SEPA-Banksystems mit denen von Kryptowährungen zu kombinieren.

In Summe will Putzi 100 Millionen US-Dollar einsammeln. Mit den Erlösen soll eine Vollbank mit Sitz in Malta gegründet werden, die alle klassischen Bankprodukte aber beispielsweise auch Krypto-Kreditkarten und -Debitkarten anbietet. Allein die Lizenzkosten für eine europäische Vollbanken-Lizenz schlagen mit 15 Millionen Euro zu buche und weitere Millionen kostet der eigentlich Unternehmensauufbau. Insgesamt sllen 75% der ICO-Erlöse in die Bank fließen, 25% Kosten Verwaltung und Marketing.

Ethereum ist wie ein “4K Modem”
Obwohl der MCV-Coin auf die Ethereum Blockchain aufsetzt, macht Putzi klar, dass es derzeit keine Blockchain gibt, auf die ein echtes Bankgeschäft aufbauen könnte. In diesem Atemzuge vergleicht Putzi auch die heutigen Blockchains mit “4K Modems aus den frühen Tagen des Internet”. Allerdings erwartet Putzi, dass die notwendigen Blockchain-Funktionalitäten, die eine echte “Blockchain-Bank” benötigt in den nächsten Jahren entwicjelt werden. In der Zwischenzeit wird die Bank eine Plattform nutzen, in der Nutzer ganz normal in Euro zahlen, die dann aber automatisch in Kryptowährungen konvertiert werden.

Mit Sicherheit ist Putzis Projekt extrem ambitioniert, will er doch bis 2023 nicht nur die Bank aufbauen sondern auch rd. 12 Millionen Kunden gewinnen. Gemessen an der Dynamik der Kryptowelt scheint das jedoch durchaus möglich: Die Kryptobörse Coinbase konnte beispielsweise seit ihrer Gründung 2012 ca. 13 Millionen Kunden gewinnen.

Egon Putzi selbst hat ebenfalls eine herausragende Erfolgsgeschichte als Unternehmer vorzuweisen: Die von ihm 19986 gegründete Halbleiterfirma SEZ baute er zum Weltmarktführer in ihrem Segment auf (Prozessanlagen für Mikrochips), listete das Unternehmen 1996 an der Schweizer Börse wo das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rd. 3 Milliarden Schweizer Franken aufwies. 2008 verkaufte er das Unternehmen an den amerikanischen Halbleiterkonzern Lam Research.

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Kai Degner

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