“Trockene Pulverreserven” von Bitcoin-Treasury-Unternehmen könnten Preise deutlich steigen lassen: NYDIG

Laut NYDIG könnte die Emissionskapazität von Unternehmen mit Bitcoin-Beständen eine Marktkaufkraft in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar darstellen.

Greg Cipolaro, Forschungsleiter bei NYDIG, argumentiert, dass sogenannte Bitcoin-Treasury-Unternehmen über beträchtliche “trockene Pulverreserven” in Form von Eigenkapital-Emissionskapazität verfügen. Wenn dieses Kapital genutzt wird, um mehr Bitcoin zu kaufen, könnte das den Preis deutlich steigen lassen.

Seine Analyse deutet darauf hin, dass ein solcher Kapitaleinsatz den Bitcoin-Preis um bis zu 42.000 US-Dollar erhöhen könnte.

Das Auftreten reiner Bitcoin-Investmentfirmen wie Twenty One zeigt, wie Markteuphorie und strukturelle Vorteile diesen Effekt noch verstärken könnten. Laut einem aktuellen Bericht von NYDIG könnten börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Beständen über einen starken Marktkatalysator verfügen: ungenutzte Emissionskapazität, die den Bitcoin-Kurs erheblich steigen lassen könnte.

In dem Bericht hebt Cipolaro hervor, dass viele dieser Unternehmen bei ihren Aktienkursen deutliche Aufschläge gegenüber dem Nettovermögen (NAV) verzeichnen – ein Spielraum, den sie nutzen könnten, um neue Mittel aufzunehmen und in Bitcoin zu investieren. Dies könnte einen spürbaren Aufwärtstrend im Markt auslösen.

Cipolaro nutzt ein einfaches Modell, um die Auswirkungen zu schätzen: Mit einem angenommenen „Geldmultiplikator“ von 10 – einer Faustregel zur historischen Wirkung von Kapitalzuflüssen auf die Bitcoin-Marktkapitalisierung – prognostiziert er einen möglichen Preisaufschlag von 42.000 US-Dollar pro Coin. Das entspräche einem Anstieg von etwa 44 % gegenüber dem aktuellen Preisniveau von rund 96.000 US-Dollar.

Besondere Aufmerksamkeit erregt dabei der Launch von Twenty One, einem reinen Bitcoin-Sammelfonds, der von Tether, Bitfinex und Cantor Fitzgerald unterstützt wird. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die Bitcoin in breitere Geschäftsmodelle integriert haben, existiert Twenty One ausschließlich zum Erwerb und Halten von BTC – und wurde bereits mit einer erheblichen Menge Bitcoin ausgestattet.

Der SPAC-Partner Cantor Equity Partners hat den S&P 500 seit der Ankündigung der Partnerschaft um über 347 % übertroffen.

Insgesamt halten 69 börsennotierte Unternehmen derzeit Bitcoin im Wert von etwa 69,6 Milliarden US-Dollar. Cipolaros Analyse legt nahe, dass die aktuellen Aktienbewertungen über dem Nettovermögen es diesen Unternehmen ermöglichen könnten, noch mehr Bitcoin zu kaufen – was einen Rückkopplungseffekt erzeugt: Aktienausgabe finanziert Bitcoin-Käufe, was sowohl den Bitcoin-Preis als auch den Aktienkurs steigen lässt.

„Die Schlussfolgerung ist eindeutig“, schreibt Cipolaro. „Dieses ‘trockene Pulver’ in Form von Emissionskapazität könnte einen erheblichen Aufwärtseffekt auf den Bitcoin-Preis haben.“

Ob diese Unternehmen tatsächlich aktiv werden oder nicht – das zunehmende institutionelle Interesse und die starke Performance bitcoinlastiger Aktien deuten auf eine veränderte Haltung der Kapitalmärkte hin: Bitcoin wird zunehmend über Bilanzen statt ausschließlich über ETF-Zuflüsse gespielt.